Warum Töpfern?

Das Arbeiten auf der Töfperscheibe ähnelt den klassischen Achtsamkeitspraktiken, bei denen der Körper und der Geist in einen ruhigen fokussierten Zustand gebracht werden.

Wenn du gedanklich abschweifst, „eiert“ das Gefäß sofort. Dadurch wirst du ganz automatisch ins Hier und Jetzt gezwungen – genau das ist der Kern von Achtsamkeit.

Die gleichmäßige Rotation der Scheibe und die wiederkehrenden Handbewegungen wirken ähnlich wie Atemübungen beim Yoga.

Der direkte Kontakt mit dem Ton – kühl, feucht, formbar – hat eine stark „erdende“ Wirkung. Solche taktilen Reize helfen, aus dem Kopf raus und in den Körper zu kommen, was Stress reduziert.

Beim Töpfern geht auch ständig etwas schief: Gefäße verformen sich oder brechen zusammen. Das fördert Gelassenheit und Akzeptanz

Viele Menschen geraten beim Töpfern in einen sogenannten „Flow“ – einen Zustand völliger Vertiefung, bei dem Zeitgefühl und Grübeln verschwinden. Dieser Zustand ist nachweislich mit Wohlbefinden und innerer Ruhe verbunden.

Im Gegensatz zu rein mentalen Übungen hast du am Ende etwas Greifbares geschaffen. Das verstärkt das Gefühl von Sinn und Zufriedenheit, was ebenfalls beruhigend wirkt.